Neun StudentInnen, einander bekannt durch gemeinsame Arbeitsgruppen und Studien-Reisen, finden sich mit einer guten, von Professor Rüdiger Stoye heftig unterstützten Idee, ein Gemeinschaftsatelier zu gründen, zusammen.
Der Sprung ins kalte Wasser »Ernst des Lebens« scheint so wesentlich leichter und lockerer umsetzbar.
Im freundlichen Hamburger Stadtteil Eimsbüttel findet die Gruppe in einem Werk-Hinterhofgebäude im 3. Stock 140 qm kahlen Raum – vormals Speicher, dann Buchbinderei –, der nach kreativer Aneignung und Profilierung geradezu schreit.
In Silvesterlaune (1993/94) wird auf einer provisorischen Party in den noch nicht bezogenen heiligen Hallen von 1993 nach 1994 selbiger in Beschlag genommen und eingeweiht.
Ein kleiner Kachelkohleofen und zwei noch kleinere Kohleöfen (welche in den darauffolgenden Jahren Schwierigkeiten haben werden, die neun IllustratorInnen warm zu halten) werden für diesen einzigen Abend durch einen luxuriösen Gebläseofen unterstützt.
In den ersten Wintern gewährleisten Handschuhe, heiße Fußbäder und Tees, Schals und Schlafsäcke einen halbwegs temperierten Arbeitstag und qualitativ gute Illustrationen.